Der Brauch des Adventskalenders

Vicky 29.10.2013 um 10:21 Uhr

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier... dann steht das Christkind vor der Tür. Zur Weihnachtszeit gibt es nicht nur viele Geschenke, auch bringt die Adventszeit das Ausüben vieler Bräuche mit sich. Neben dem geschmückten Weihnachtsbaum und den vielen verschiedenen und besonders für Deutschland sehr berühmten Weihnachtsmärkten, spielt auch der Adventskalender für Klein und Groß eine wichtige Rolle in der Vorweihnachtszeit. Täglich darf ein neues Türchen mit großer Spannung und voller Vorfreude auf das, was sich dahinter verbirgt, geöffnet werden. Adventskalender Geschenke sind schließlich das Größte! Aber woher stammt dieses Brauchtum eigentlich? Die eigentlichen Ursprünge lassen sich bis in das 19. Jahrhundert zurückführen und kommen aus dem protestantischen Umfeld. Hier wurden in religiösen Familien im Dezember nach und nach 24 Bilder an die Wand gehängt, um dem Fest entgegenzufiebern. Der erste selbstgebastelte Adventskalender stammt wohl aus dem Jahre 1851. Das erste gedruckte Exemplar verdankt seine Existenz den Kindheitserlebnissen eines schwäbischen Pfarrersohnes aus Maulbronn - Gerhard Lang (1881 - 1974). Seine Mutter zeichnete 24 Kästchen auf einen Karton - auf jedes war ein "Wibele" genäht (Wibele sind ein ursprünglich aus dem hohenlohischen Langenburg stammendes Süßgebäck aus Biskuitteig). Als Teilhaber der lithographischen Anstalt Reichhold & Lang verzichtete Gerhard Lang auf die Gebäckstücke und verwendete stattdessen farbenprächtige Zeichnungen, die ausgeschnitten und auf einen Pappkarton geklebt werden konnten. 1908 verließ dieser erste, wenn auch noch fensterlose Adventskalender die Druckpresse. Damals sprach man noch von "Weihnachts-Kalender", oder "Münchener Weihnachts- Kalender".


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