Die Geschichte der Schokolade

Maria 07.07.2014 um 09:35 Uhr Schokolade

Wer hat sie eigentlich erfunden die Schokolade?
Nein, die Schweizer waren es diesmal nicht.
Die Olmeken waren es. Sie waren das erste zivilisierte Volk Amerikas (Blütezeit: ca. 1.500 bis 400 v. Chr.) und lebten im fruchtbaren Tiefland der heutigen mexikanischen Golfküste. Dort züchteten sie die ersten Kakaobäume. Konsumiert wurde die daraus gewonnene Schokolade noch ausschließlich in flüssiger Form, so wie es später auch von den Maya (Blütezeit: 250 bis 900 n. Chr.) überliefert ist. Alltäglich war der Schokogenuss damals freilich noch nicht. Der Anbau war teuer und sein Ertrag der Elite vorbehalten. Als begehrteste aller Köstlichkeiten galt der Schaum der flüssigen Schokolade.

Schokolade Als Trinkschokolade wurde Kakao über viele Jahrhunderte hinweg genossen.
Um zur Entstehung einer anderen Schokoladenkreation zu gelangen, müssen wir einen großen Sprung in der Zeitgeschichte machen.

Die Schokoladentafel – jeder kennt sie, jeder mag sie und es gibt wohl millionenfache Variationen und Geschmacksrichtungen von ihr. Es war die industrielle Revolution, die aus dem über Jahrhunderte hinweg teuren Luxusgetränk der Elite einen Gaumenschmaus für jedermann machte. Die britische Schokoladenmanufaktur „Fry & Sons“, die 1728 als erste Schokoladenfabrik Europas im englischen Bristol den Betrieb aufnahm, vermischte 1847 erstmals van Houtens Kakaopulver und Zucker mit geschmolzener Kakaobutter anstatt mit warmem Wasser und füllte die zähe, heiße Masse in Formen. Danach noch abkühlen und fertig war sie – die erste Tafelschokolade. Das Zeitalter der modernen Schokoladenproduktion, welches 1828 mit der Erfindung besagten Niederländers Coenraad Johannes van Houten – einer hydraulischen Kakaopresse zur Herstellung von Schokoladenpulver mit sehr geringem Fettanteil – eingeläutet wurde, hatte endgültig begonnen.

Heute genießen wir unsere Schokolade in allen denkbaren Formen und Geschmacksrichtungen und für viele wird Sie aus dem Süßigkeiten-Regal nicht wegzudenken sein.


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