Dieses Mal zu Gast in unserer chocri-Blog-Schokoladen-Reihe ist Stefanie – die foodbloggende Journalistin aus Osnabrück in Niedersachsen präsentiert auf ihrem Blog einen gesunden Mix aus bunter Gemüse- und Körnerküche und süßen Leckereien. Mit ihrer gleichnamigen Blog-Schokoladen-Kreation „schmecktwohl.“ hat sie eine äußerst leckere und zugleich bodenständige Schokokreation für Euch gezaubert. Im Gespräch gab sie uns einen kleinen Einblick in ihre abwechslungsreiche Foodblog-Welt.

Stefanie vom Blog schmecktwohl. chocri: Seit wann bloggst Du und was war Dein Schlüsselerlebnis damit anzufangen? Und warum überhaupt zum Thema Food?
Stefanie: Ich blogge seit Januar 2014 und das Thema Food war immer schon meins. Ich habe bereits als Kind beim Kochen mit am Herd und beim Backen neben dem Ofen gestanden und nach Möglichkeiten mit gerührt und geschnibbelt. Selbstverständlich auch probiert und abgeschmeckt, so muss es sein. Ich fing früh an, mich für tolle Rezepte zu begeistern, kaufte mir Magazine und Bücher und fing dann an selbst zu experimentieren. Da ich beruflich viel mit Medien zu tun habe, sind mir Blogs schnell aufgefallen, vor allem viele wunderbare Foodblogs. Anstelle meine Rezepte dann zu Hause nur im Ordner abzuheften, war es die Idee, sie auch auf einem Foodblog für andere zugänglich zu machen. Dass diese Idee der Startschuss für so viel Blog-, Fotografie-, Koch- und Back-Spaß war, habe ich vorher nicht geahnt.

chocri: Wodurch unterscheidet sich Dein Food-Blog von anderen und wie bist Du darauf gekommen, das ausgerechnet so zu machen?
Stefanie: Neben dem Spaß am Kochen und Backen liegt mir auch viel an gesunder, ausgewogener Ernährung. Will nicht heißen, dass schmecktwohl.de ein reiner Gesund-Blog ist, aber durchaus auf die gesunde Mischung achtet: Ich mag cremige Käsekuchen, vor Kalorien strotzende Schokoladenkuchen und tolle Pastagerichte, die absolut gar nicht in die Low Carb-Schublade passen, genauso wie ich es klasse finde, aus frischem, saisonalen Gemüse Gerichte zu zaubern, die nicht auf die Hüften gehen und dennoch ganz sensationell schmecken. Der Mix macht‘s. Zudem widme ich mich nicht nur Rezepten, sondern auch Food-Reportagen, Geschichten über Restaurants und besonderen Köpfe aus der Food- und Gastro-Szene.

chocri: Was sind Deine absoluten Stärken in der Küche und beim Bloggen und bei welchen Themen delegierst Du schon mal lieber, weil sie Dir nicht so liegen?
Stefanie: Ich habe ein gutes Gespür für Themen, das bringt auch meine Arbeit als Journalistin mit sich. Ansonsten bringe ich jede Menge Kreativität und Neugier mit, was beim Kochen und Backen ja unglaublich wichtig ist und stets für neue Inspirationen und Projekte sorgt. Neben dem Schreiben habe ich mich in den vergangenen Jahren auch immer mehr der Fotografie gewidmet. Gerade in der Food-Fotografie und -gestaltung habe ich mittlerweile, so glaube ich, ein sehr gutes Auge. Delegieren tue ich gern all das, was mich in Technikfragen überfordert. HTML & ähnliche Dinge sind nicht so sehr meins (lacht).

chocri: Lieblingsküche, Lieblingsrezept, Lieblingskoch und Lieblingsrestaurant: Was fällt Dir spontan dazu ein oder hat mächtig Eindruck bei Dir hinterlassen?
Stefanie: Große Frage, viele Antworten: Lieblingsküche interpretiere ich jetzt mal länder- oder regionsspezifisch. Ich mag die mediterrane Küche sehr gern, auch wenn sie hierzulande ohnehin zu den verbreitetsten überhaupt gehört. Ich schätze so simple Kombinationen wie hausgebackenes, frisches Brot mit gutem Olivenöl, dazu ein bisschen gegrilltes Gemüse und kräftigen Käse. Die Franzosen haben das mit dem Genuss ziemlich gut drauf. Überhaupt: Je südlicher man sich in den Urlaub begibt, desto mehr Wert wird (in der Regel) auf gutes, wertiges Essen gelegt. Ich mag aber auch die orientalische Küche. Ich bin ein großer Fan von Yotam Ottolenghi-Rezepten. Ein absolutes Lieblingsrezept habe ich nicht, da gibt es sehr viele. Was ganz Simples, das es bei mir immer wieder im Alltag gibt: Lieblingsgemüse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech in den Ofen legen, salzen, etwas Öl drüber, Kräuter dazu, gern auch etwas Knoblauch, alles gut vermengen und eine halbe Stunde bei nicht zu hoher Temperatur backen. Schmeckt auf dem Ciabatta-Brot, als Topping auf dem Salat, pur oder zur Pasta. Ofengemüse ist ein riesiger Unterschied zum leider oft verkochten Gemüse aus dem Topf. Auch beim Lieblingskoch kann ich mich nicht nur auf einen festlegen. Ich beantworte die Frage mal zusammen mit dem Lieblingsrestaurant: Da gibt es zur Zeit zwei, die mir sehr am Herzen liegen. Die „Sansibar“ auf Sylt, Küchenchef ist dort Dietmar Priewe. Sensationell leckere Küche, eine grandiose Location und das auch noch auf meiner Lieblingsinsel. Das andere Restaurant ist das „Osning“ in Bad Rothenfelde bei Osnabrück, Küchenchef ist Sascha Lissowsky, der zuvor sechs Jahre bei Drei Sterne-Koch Thomas Bühner im „la vie“ in Osnabrück gearbeitet hat. Die Kreationen sind ganz fantastisch. Angefangen bei fantasievollen Vorspeisen über die Hauptspeisen und die tollen Pralinen von Konditormeisterin Katharina Bürger-Sandfort. Regionale, saisonale Küche mit dem besonderen i-Tüpfelchen.

chocri: Was hat Dich zur Kreation Deiner Blog-Schokolade inspiriert und warum ist drauf und drin, was eben drauf und drin ist?
Stefanie: So gern ich bei vielen anderen Lebensmitteln auch kombiniere und ausprobiere, so bodenständig mag ich`s bei der Schokolade – cremig, schokoladig, gut. Gern noch ein bisschen Crunch dabei. Kekse, Cookies oder so. Genauso hab ich die Blog-Schokolade kreiert: Weiße Schokolade oben, Vollmilchschokolade unten. Als Toppings gibt es Butterkekse, Nougatstückchen und einen Hauch Bourbon-Vanille. Schmeckt wohl!

chocri: Wir danken Dir für das Interview und hoffen, dass Du noch ganz lange Freude am Kochen, Backen und Bloggen hast. Wir hoffen, Deine „schmecktwohl.“-Schoki schmeckt Dir und allen Lesern genauso lecker, wie sie unseren Gaumen verwöhnt hat.


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