Frisch eingeflogen bei chocri ist Sara aus Zürich vom zuckersüßen „birdslikecake-Backblog". Als Gast-Kreateurin der chocri-Blog-Schokolade Mai 2015 hat sie uns im Interview verraten, was auf dem Beipackzettel zu ihrem Blog stehen würde, wie die Zutatenliste ihrer eigenen Einflüsse aussieht und wo sie ihr Tortendiplom erworben hat. Die von ihr gezauberte „Birds like cake“-Blog-Schokolade ist ein beeriger Traum im weißen Gewand – cheibemässig guet, wie der Schweizer sagen würde.

Sara von Birds Like Cake

chocri: Wie bist Du zum Bloggen gekommen? Und welches kleine Vögelchen hat Dir den Namen Deines Blogs gezwitschert?

Sara: Meinen Blog habe ich vor drei Jahren angefangen zu schreiben als Ausgleich zum theoretischen Teil meines Medizinstudiums. Zudem konnte ich da auch mein Hobby – die Fotografie – mit einbinden. Und mit jedem Cupcake und Kuchen wollte ich mehr backen und ausprobieren! Das Backen hat schon einen gewissen Suchtcharakter (zwinkert). Der Name kam mir spontan, nachdem ich zufällig eine Grafik sah, auf der ein Vögelchen einen Cupcake auf dem Kopf trug: Wer braucht schon Würmer, wenn man auch Kuchen essen kann? Ich bin mir sicher, Vögelchen lieben Kuchen!

chocri: Du bist ja nicht nur passionierte Backbloggerin, sondern auch praktizierende Ärztin. Wenn Du für Deinen Blog einen Beipackzettel mit Risiken und Nebenwirkungen schreiben müsstest, wie würde der lauten?

Sara: Definitiv für Diabetiker nicht geeignet (lacht). Immer anzuwenden bei akutem Lernfrust, Regenwetter und schlechter Laune, und dann in regelmässigen Dosierungen! Gerne auch vorsorglich einzunehmen mindestens einmal in der Woche.

chocri: Du warst auf einem College für Tortendesign. Das klingt ungewöhnlich. Was lernt man dort genau? Wie sehen die Hörsäle oder Klassenräume aus? Gibt es dafür am Ende ein Diplom?

Sara: Das Bonnie Gordon College für Konditorei ist ein privates College in Toronto. Es ist klein, aber fein und hat vier große helle Räume mit Backöfen und viel Arbeitsfläche. Die meiste Zeit hatten wir praktische Übungen und Prüfungen, aber auch Theorie zur Backwissenschaft und Wirtschaftlichkeit gehörten dazu. Nach allen Tests und Prüfungen gab es dann eine ganz reguläre Abschlussprüfung – und zwar praktisch und schriftlich – sowie am Ende ein Diplom!

chocri: Wenn dich jemand nach den Wurzeln Deiner Herkunft fragt, was antwortest Du dann? Was ist Dir dabei besonders wichtig?

Sara: Geboren in Deutschland mit einem grossen Teelöffel Balkan beigemischt, einer guten Prise Kalifornien und einer Messerspitze Kanada. Das Ganze gut verrührt und nun in der Schweiz ausgebacken. Ich fühle mich an sehr vielen Orten daheim und sauge alle Einflüsse auf wie ein Schwamm.

chocri: Was genau hat dich zu Deiner Blog-Schokolade inspiriert? Und ist das deine erste Schokoladenkreation oder hattest Du früher schon mal etwas mit der hohen Kunst der Chocolaterie zu tun?

Sara: Meine Blogschokolade sollte zum Design und zur Anmutung meines Blogs und der daran angelehnten Schokoverpackung passen – hell, verspielt, feminin – und sollte gleichzeitig meinen süßen Zahn und meine Liebe zu Beeren wiederspiegeln. So habe ich mich für eine weiße Schokolade mit Vanille und Nougat, gekrönt von Himbeeren entschieden. Mit Schokolade habe ich bisher nur im Tortencollege gearbeitet und ich habe großen Respekt davor: Man braucht viel Geduld und Liebe, um mit Schokolade richtig umgehen zu können!

chocri: Wir danken Dir für das Interview und die leckere Schokoladenkomposition. Deine „Birds like cake“-Blog-Schokolade finden wir wirklich äußerst lecker. Hoffentlich hast du noch lange viel Spaß am Bloggen und Backen. Viele Süßschnäbel sind Dir dafür bestimmt dankbar!


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