Übersicht über Schokoladensorten


Bitterschokolade

Schokolade ist in vielen verschiedenen Sorten, Qualitäten und Geschmacksrichtungen erhältlich. Gemeinsam ist bei allen Schokoladensorten, dass sie Kakaobutter enthalten, denn ohne Kakaobutter würde das jeweilige Produkt nicht unter den Begriff Schokolade fallen. Im Hinblick auf die Schokoladensorten lässt sich Schokolade dabei in drei große Gruppen einteilen, nämlich in Bitterschokolade, in Milchschokolade und in weiße Schokolade.

Bitterschokolade ist eine Schokoladensorte, die sich durch ihren hohen Kakaoanteil auszeichnet. Sie ist dunkel, hat eine leicht bittere Note und ist weniger süß als Milch- oder weiße Schokolade. Der hohe Kakaoanteil ist für den kräftigen, herben Geschmack zuständig, wobei Bitterschokolade umso herber schmeckt, je höher ihr Kakaoanteil ist. Zudem hat Bitterschokolade keinen oder einen nur geringen Milchanteil. Dies führt dazu, dass diese Schokoladensorte vollständig oder zumindest weitgehend laktosefrei ist und dadurch auch Milchschokoladevon Menschen mit Laktoseintoleranz genossen werden kann. Aber dunkle Schokolade schmeckt nicht nur gut, sondern kann sich auch positiv auf die Gesundheit auswirken. So haben Studien unter anderem gezeigt, dass Bitterschokolade durch die enthaltenen Flavonoide das Herzkreislaufsystem schützen und den Blutdruck senken kann. In die Gruppe der Bitterschokoladen gehören Schokoladensorten wie die Edelbitter-, die Zartbitter-, die dunkle oder schwarze und die Herrenschokolade. Dabei ist die Bezeichnung Herrenschokolade übrigens ein Begriff aus dem Marketing. Hintergrund hierfür ist, dass die süße, zartschmelzende Schokolade schon seit dem 19. Jahrhundert als eine Süßigkeit wahrgenommen wird, die in erster Linie Frauen und Kinder anspricht. In Abgrenzung dazu etablierte sich die Bezeichnung Herrenschokolade für eine dunkle Schokoladensorte mit einem herberen, kräftigen und weniger süßen Geschmack. Weisse Schokolade

Milchschokolade besteht aus Kakaobutter, Kakaomasse, Zucker sowie Milch oder Milcherzeugnissen und wird auch unter den Bezeichnungen Vollmilch- oder Alpenmilchschokolade angeboten. Sie ist heller, weniger herb und süßer als Bitterschokolade. Anders als oft angenommen wurde die erste Milchschokolade aber nicht in der Schweiz, sondern bereits 1839 in Dresden hergestellt. Um das volle Aroma und auch die Form zu erhalten, sollte Milchschokolade trocken und am besten bei vergleichsweise kühlen 18 Grad Celsius aufbewahrt werden.

Weiße Schokolade wird aus Kakaobutter, Zucker und Milchbestandteilen hergestellt. Dabei wird der Kakaomasse im Zuge der Schokoladenherstellung das Kakaopulver entzogen und die dabei entstehende hellgelbe Kakaobutter gibt der weißen Schokolade ihre charakteristische Farbe. Weiße Schokolade wird als Schokoladensorte genossen, findet aber auch als Zutat in Backwaren und als Dekoration auf beispielsweise Pralinen und Desserts Verwendung. In Japan wird weiße Schokolade zudem als typisches Geschenk am alljährlichen White Day am 14. März überreicht.

Neben diesen drei grundlegenden Schokoladensorten lässt sich Schokolade anhand weiterer Kriterien unterscheiden. Zu diesen Kriterien gehören beispielsweise die verwendeten Zutaten wie Nüsse, Mandeln oder Füllungen oder auch die jeweiligen Anbaugebiete der Kakaobohnen.

Daneben gibt es die Kuvertüre, die für Glasuren, in Füllungen, für Pralinen und in vielen anderen Schokoladenerzeugnissen verarbeitet wird. Der Name Kuvertüre leitet sich von dem französischen Wort couvert für bedeckt ab und bezeichnet eine hochwertige Schokolade mit höherem Fettanteil. Kuvertüre ist als dunkle Kuvertüre, als Vollmilch-Kuvertüre und als weiße Kuvertüre erhältlich, wobei unabhängig von der Sorte gilt, dass als Fett ausschließlich Kakaobutter enthalten sein darf.