Nikolausstiefel – Tradition und Legende des mit Süßem befüllten Schuhwerks

Fuß ist Trumpf: Der Brauch von Stiefel, Socke, Strumpf und Schuh zum Nikolaus


Alljährlich am Abend vor dem Nikolaustag ist Wienern, Putzen und Polieren angesagt. Einmal im Jahr werden die Schuhe von den Kindern freiwillig geputzt, mit Inbrunst. Dann glänzen sie mit den Sternen um die Wette. Der Nikolaus naht. Am Morgen darauf platzt der schöne Stiefel aus allen Nähten. Reich gefüllt mit kleinen Geschenken, Naschereien und Leckereien ist er. Nüsse, Schokolade, Spielzeug und Süßigkeiten grüßen vergnügt aus dem Stiefel, zuweilen auch aus dem Nikolausstrumpf.

Nikolausstiefel und Weihnachtsstrümpfe lieben es mit guter Schokolade gefüllt zu sein

Kleine Geschenke lassen Kinderaugen strahlen. Fast so, wie es bei manchem Erwachsenen nur große Goldklumpen bewirken könnten. Und es wirkt nicht nur weit hergeholt, dass die Legende, die schließlich zur heutigen Tradition der Nikolausstiefel und in dessen Folge ebenso zu der der Weihnachtsstiefel geführt hat, sogar tatsächlich etwas mit Goldklumpen zu tun hatte. Es ist weit hergeholt, zeitlich gemeint. Denn es geht auf Nikolaus von Myra von vor etwa 1.600 Jahren zurück.

„Kein Schuh allen Schuhwerks im Haushalt wird jedes Jahr mit so großer Beliebtheit geputzt wie der Nikolausstiefel vor dem Nikolaus.“

Die wesentlichen Fakten zum christlich barmherzigen Bischof und seinem Wirken erfährst Du im Hauptartikel zu dieser Ratgeberseite. Wenden wir uns hier ganz speziell der Geschichte zu, die zu Nikolausstiefel, Nikolausstrumpf und Nikolaustüte führte. Neben der eigentlichen Weihnachtsgeschichte vielleicht eine der christlichen Geschichten zu Weihnachten.

Am Rande bereits hier und da erwähnt, ist für die moderne Praxis generell die Legende von der Mitgiftspende verantwortlich. Diese Legende besagt, dass seinerzeit ein armer Mann drauf und dran war, seine Töchter zu einer erniedrigenden Arbeit herzugeben. Höflich ausgedrückt, denn die Legende sprach in vielen Quellen dabei von Prostitution. Nikolaus aber, der zuvor ein reiches Vermögen von seinen Eltern geerbt hatte, ging drei Nächte in Folge zu ihrem Haus und warf den Mädchen Goldklumpen hinein.

Wie es bei Legenden so ist, warf er den Jungfrauen das Gold in einer Version durch das Fenster, in einer anderen durch den Kamin in die Socken oder Strümpfe und in einer dritten Fassung womöglich sogar in die Schuhe oder eben Stiefel. Wie auch immer: Das Gold machte alles neu. Die reiche Spende von Nikolaus sorgte für eine anständige Mitgift. Der Vater konnte seine Töchter ordentlich verheiraten.

Der Nikolausstiefel kommt von der Planke: Die Wege der Legenden


Seitdem möchte man meinen, hat sich der Brauch des „Geschenke in die Stiefel-Schiebens“ etabliert. Die Kinder, die Notleidenden und die Benachteiligten lagen Nikolaus stets sehr am Herzen. In christlicher Nächstenliebe versuchte er, ihr Leid zu mildern und half so gut er konnte. Dafür war ihm kein Preis zu hoch. Bis heute ist Sankt Nikolaus deshalb der Schutzpatron aller Kinder.

Und weil Nikolaus von Myra so für seine Güte, Milde und Kinderfreundlichkeit bekannt war, machte er sich gleich noch einen Namen als Schutzheiliger für etliche andere Schutzbedürftige. Zum Beispiel hielt der große Bischof seine schützende Hand ebenso über die Seefahrer. Vielen Seeleuten rettete er das Leben, indem er schweren Stürmen und rauer See die Kraft nahm. Seine Motive waren Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. Bis heute schmücken Bilder vom Heiligen Nikolaus viele Messen, Kajüten und Brücken von Schiffen, vornehmlich der Handelsmarine.

„Kindern helfen, Matrosen beschützen, Unschuldige retten, Unfruchtbare empfänglich machen: Der Nikolaus ist der Helfer in fast allen Schwierigkeiten. Man müsste ihn noch viel mehr feiern.“

Eins und eins zusammengezählt, ist es wenig verwunderlich, dass die Legenden über das Gute und Schöne irgendwann miteinander korrespondierten. Und deshalb legte der Nikolaus fortan etliche Jahrhunderte lang seine Gaben und Geschenke für die Kinder in selbst gebastelte Schiffchen aus Papier. Das Brauchtum nannte sich „Schiffchensetzen“. Mindestens seit dem 15. Jahrhundert war es bekannt. Vermutlich erst im 19. Jahrhundert wurde diese Tradition durch Nikolausstiefel, Weihnachtsstrumpf oder Weihnachtsstiefel abgelöst.

Der Grund für die Transformation des Andenkens an Nikolaus in diesem Punkt bleibt unklar. Womöglich ließen sich Nikolausstrumpf, Weihnachtsstrumpf oder Weihnachtssocke einfach besser mit Geschenken und Nascherei befüllen. Klar ist, dass die Kinder heute am Vorabend des Nikolaustages frisch geputzte Schuhe oder Stiefel vor die Tür stellen oder Strümpfe vor den Kamin hängen. Am nächsten Morgen sind die dann vom Nikolaus opulent mit Früchten, Nüssen, Süßigkeiten, Schokolade und kleinen Geschenken gefüllt. Er war da!

Nikolausstiefel befüllen mit super Geschenken aus Schokolade

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Welche Arten von Nikolausstiefel, Nikolausstrumpf und Nikolaussocke gibt es?


Und da man sich bei Schuhen, Stiefeln, Socken oder Strümpfen auch bei der heutigen Traditionsform nicht ganz einig ist, zählt für den modernen Nikolaus schlichtweg alles, was nicht Hand, sondern Fuß hat. Im Folgenden listen wir Dir eine Reihe von Möglichkeiten und Produkten auf, die beim Nikolaus von heute und vor allem bei den Kindern von heute sehr angesagt sind.

Santa Footwear gibt’s beispielsweise als:


  • die eigenen Straßenschuhe, Kinderstiefel oder Hausschuhe des Kindes, ganz unabhängig von Form und Farbe – der Klassiker der Beliebtheit

  • diverse Zierstiefel, Dekostiefel und andere Schmuck-Stiefel meist in rot, grün und weiß, die Du schon frisch, fertig und lecker als befüllten Nikolausstiefel mit allerlei Süßem, Naschereien und Schokolade kaufen kannst

  • mit der Familie nach Bastelbüchern oder Vorlagen selbstgemachte, ergo DIY personalisierte Nikolausstiefel, etwa Stiefel aus Stoff, Filz oder Pappe zum Basteln oder Nähen (gerne mit kleinen Sternen drauf oder einem schicken Rentier im Set)

  • die roten Socken als Deko für den Kamin, die sich später auch noch als Weihnachtsstrümpfe für den Weihnachtsmann wiederverwenden lassen – das Motiv vom Stiefel in Stoffform sozusagen

  • eine ganze Girlande kleiner personalisierter Nikolausstiefel oder Socken am Band ebenfalls zugleich als Dekoration für den Kamin oder auch für die Tür

  • Nikolausstiefel in Form von feierlichen Highheel-Imitaten oder XMAS Stiefeletten sind sehr praktisch für die Mädchen, denn es passen mehr Leckereien und Geschenke hinein (ein Geschenk, das immer mit der Zeit geht)

  • für die Jungs gibt’s nach demselben Beuteschema Nikolausstiefel in Form von geräumigen Cowboystiefeln zu kaufen (und mit den Sternen der Weihnachtsdeko passt es beim Sheriff-Stern auch wieder)

  • den Nikolausstiefel, Nikolausstrumpf oder Weihnachtsstiefel, die selbst schon aus köstlicher Schokolade gemacht sind

  • Nikolausteller, Nikolausschale und Nikolaustüte (das Nikolausgeschirr sozusagen) gerne in Rot, von denen dann mindestens ein kleiner Schokonikolaus und ein Schokostiefel grüßen sollten (ein kleiner Schmeemann oder ein süßes Rentier als Deko zum Stöbern sind darauf freilich ebenfalls erlaubt)

  • Backformen in Gestalt eines Nikolausstiefels, mit denen sich gemeinsam mit viel Spaß lustige Nikolauskuchen zum kleinen Preis backen lassen (jeder bekommt dann ein Stück davon)

  • bunte Nikolausstiefel aus Lego-Bausteinen gefüllt mit entsprechendem Systemspielzeug (damit kann dann auch der Wunschname kindgerecht personalisiert werden)

  • virtuelle Nikolausstiefel oder Weihnachtsstrümpfe etwa als Gutschein im übertragenen Sinne lecker befüllen mit einem hübschen Guthaben zum Online-Shopping im Internet (wie immer mit bequemen Versand direkt bis nach Hause)

Noch ein Tipp für die Fans von Nikolaus, Kamin, Stiefel und Socken!


Bitte berücksichtigt, dass viele moderne Kamine keine echten Kamine mehr sind. Es sind Kaminöfen. Deren Sims wird beim Heizen sehr schnell sehr heiß. Socken, Strumpf und Stiefel an einem solchen Kamin aufhängen ist keine gute Idee. Das Geschenk geht nach hinten los. Bestenfalls schmilzt nur die Schokolade im Nikolausstiefel. Schlimmstenfalls fackelt die Bude vor Weihnachten ab. Das wäre wahrlich kein schönes „Geschenk“ und Weihnachten wäre vermutlich auch gleich mit „im Sack“.