Weihnachtsgeschichte – die große Geschichte vom kleinen Jesus aus dem einfachen Stall

Das Märchen von Weihnachten einfach und verständlich für Kinder und Erwachsene


Verfasst von: Denise Stüwe | Artikel erstellt/zuletzt geändert: 21. September 2022

  • Die klassischen Geschichten nach den Evangelien von Lukas und Matthäus in moderner Sprache lesen.
  • Eine schöne besinnliche Weihnachtsgeschichte für Kinder entdecken.
  • Die heilige Weihnachtsgeschichte im Faktencheck: 10 Informationen aus dem Original, die historischen Vergleichen nicht standhalten!

Du wünschst Dir nicht nur eine kurze Zusammenfassung der Weihnachtsgeschichte wie im Eingangsartikel zu Weihnachten? Du hast Interesse an ein bisschen mehr Wissen rings um die bekannten Geschichten, die wir uns alle im Advent so gerne erzählen, vorlesen und teilweise sogar als Weihnachtslieder vorsingen?

Dann wirst Du in diesem Artikel hier so manch Wissenswertes und vielleicht auch so manch Überraschendes erfahren. Neben den verschiedenen Versionen der Weihnachtsgeschichte haben wir für Dich die Geschichten mal aus verschiedenen Richtungen beleuchtet. Viel Spaß beim Lesen!

Süße Weihnachtsgeschichte als beliebtes Motiv auf einem Kirchenfenster

Wir starten mit der klassischen Weihnachtsgeschichte nach dem Lukasevangelium. Dann geht’s weiter mit der für Deutsche zweitpopulärsten Weihnachtsgeschichte nach dem Matthäusevangelium. Als Drittes folgt unsere nicht ganz so streng biblische Weihnachtsgeschichte extra für Familie und Kinder, die sowohl mit Elementen von Lukas als auch von Matthäus erzählt ist.

Abschließend folgen als Viertes noch einige wichtige Fakten und Notizen zur Weihnachtsgeschichte. Alle Geschichten und Hintergründe erzählen wir – anders als viele andere Quellen – in modernen Worten. So sind sie für viele Feiernde womöglich besser verständlich und passen besser in die heutige Zeit. Hinzudichten oder relativieren möchten wir dabei möglichst nichts!

Charakteristisch für die Weihnachtsgeschichte nach Lukas: die Hirten und ihre Schafe im Stall von Jesu Geburt

Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas


Aufruf zur Volkszählung:


Zur Zeit des römischen Kaisers Augustus, der seinerzeit über Palästina herrschte und unter dem das römische Reich eine ungewohnt lange Zeit des Friedens erlebte, erging ein Aufruf zur Volkszählung. Es war die erste Erhebung dieser Art im Heiligen Land, das im Namen des Kaisers unter der Verwaltung von Quirinius, der Statthalter in Syrien war, erfolgte.

Alle Menschen folgten der Aufforderung, sich zählen zu lassen und begaben sich dafür ein jeder in seine Stadt. Auch aus Galiläa, genauer aus der Stadt Nazareth, machte sich ein gewisser Josef mit seiner schwangeren Frau Maria auf den Weg. Sie gingen zu Fuß in die jüdische Stadt Bethlehem.

Maria und Josef treffen in Bethlehem ein:


Als sie schließlich dort ankamen, war die Stadt völlig überfüllt. Und für Maria selbst war es inzwischen höchste Zeit, ihren ersten Sohn zu gebären. Da beide ansonsten keinen besseren Platz fanden, geschah die Geburt des kleinen Jesus Christus während der Nacht in einem Stall. Sein erstes Kinderbett fand Jesus in einer einfachen Krippe mit Stroh.

Zufälligerweise lagerten Hirten in derselben Gegend auf dem nahen Feld. Dort hüteten sie ihre Schafherde. In der Nacht zu Jesu Geburt erschien den Hirten ein leuchtender Engel des Herrn. Nach anfänglicher Furcht glaubten sie dem Engel, der ihnen mit folgenden Worten von der Geburt Jesu Christi erzählte:

„Fürchtet Euch nicht! Siehe, ich verkündige Euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“

Freilich sagte der Engel den Hirten ebenfalls noch, wo genau sie das Kind finden konnten. Er bat sie darum, dorthin zu gehen und allen anderen von dieser wunderbaren Geschichte zu erzählen. Sie sollten die Nachricht der Ankunft des Herrn freudig verbreiten. Gesagt, getan – die Hirten gingen nach Bethlehem und fanden dort alle drei vor: Maria, Josef und das Neugeborene in der Krippe!

Die Lobpreisung:


Die Hirten liefen überall in Stadt und Land herum und erzählten von ihrer Geschichte. Ganz besonders verbreiteten sie die heilige und frohe Kunde, wie ihnen der Engel das aufgetragen hatte. Die Hirten priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten.

Auch auf Maria hinterließ all das einen tiefen Eindruck. Sie bewegte die Worte und Geschehnisse in ihrem Herzen. Acht Tage nach der Geburt des Kindes gab sie ihrem Sohn letztlich den Namen Jesus. Genauso, wie ihn der Engel der Hirten benannt hatte, noch bevor der Kleine selbst geboren ward.

Was ist das Lukas-Evangelium?

Das Evangelium nach Lukas, das viele auch als Lukasevangelium bezeichnen, ist das dritte Buch des Neuen Testaments in der christlichen Bibel. Es beschreibt das Leben Jesu Christi von seiner Geburt bis zu seiner Himmelfahrt. Bis heute wird der Evangelist Lukas, der im richtigen Leben wahrscheinlich Arzt war, als Patron der Ärzte und der Künstler verehrt. Sein Werk, das irgendwann zwischen 60 bis 90 nach Christus entstanden ist, zeugt von tiefem Wissen über jüdische Traditionen.


Kennzeichnend für die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus: die Heiligen Drei Könige an der Krippe

Die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus


Die unbefleckte Empfängnis:


Maria war in frischer Ehe verheiratet mit Josef. Noch wohnten sie aber nicht zusammen und noch hatten sie auch nicht zusammen geschlafen. Dennoch wurde Maria schwanger und zwar vom Heiligen Geist. Weil Josef ein rechtschaffener Mann war und Maria nicht bloßstellen wollte, plante er, sich in aller Heimlichkeit wieder von ihr zu trennen.

Doch dann erschien ihm im Traum ein Engel. Er klärte ihn über die Vaterschaft des Heiligen Geists auf und bat Josef, Maria nicht zu verschmähen. Im Gegenteil, er sollte sie Jahr und Tag fleißig als Mutter ehren, denn „sein“ Kind sei von Gott. Josef tat nun genau das, was der Herr ihm aufgetragen hatte.

Ankunft der Weisen aus dem Osten:


Er nahm Maria zu sich und als ihr Sohn in Bethlehem, in Judäa zur Welt gekommen war, gab er ihm den Namen Jesus. Zeitgleich kamen drei Sterndeuter aus dem Osten, manche nennen sie auch die Heiligen Drei Könige in Jerusalem an. Sie hatten den Stern von Jesus Christus am Himmel aufgehen sehen. Nun suchten nun sie nach dem Neugeborenen, um ihm zu huldigen.

Als der gerade in Jerusalem herrschende König Herodes das hörte, erschrak er sehr. Und mit ihm erschrak sich die ganze herrschende Klasse in Jerusalem. Denn im Buch des Propheten wurde schon lange Zeit zuvor die Geburt von Jesus vorhergesagt:

„Du Bethlehem, im Land Juda, du bist nicht die unbedeutendste unter den Städten im Land Juda. Aus dir wird einmal der Anführer kommen, der Israel als Hirte führen soll.“

Herodes doppeltes Spiel:


König Herodes rief also die drei Weisen aus dem Osten zu sich und trug ihnen auf, nach dem neu geborenen Heiland in Bethlehem zu suchen. Angeblich wollte er dem Kind nämlich auch huldigen, in Wirklichkeit plante er jedoch, den kleinen Jesus zu töten, weil er seine eigene Macht in Gefahr sah. So zogen die drei Weisen nach Bethlehem.

Dabei folgten sie dem Stern, den sie im Osten hatten aufgehen sehen. Sie liefen genau bis zu der Stelle, an der der Stern stehenblieb. Dort – in der Scheune zu Bethlehem – fanden sie Maria, Josef und den kleinen Jesus Christus in seiner Krippe. Sie waren überglücklich vor Freude.

Die Geschenke der drei Weisen:


Die Heiligen Drei Könige beugten sich vor Christus, beteten für das Kind und beschenkten es reich aus ihren Schatztruhen. Ihre Geschenke waren aus Gold, Weihrauch und Myrrhe. Glücklicherweise erschien den drei Weisen in der Nacht darauf, bevor sie in den fernen Osten zurückreisten, ein Engel im Traum.

Der verrat ihnen die wahren Absichten von Herodes und wie dieser Jesus nach dem Leben trachtete. Deswegen wählten die drei Sterndeuter für die Rückkehr in das Morgenland einen anderen Weg. König Herodes Plan scheiterte.

Was ist das Matthäus-Evangelium?

Das Evangelium nach Matthäus, von vielen auch als Matthäusevangelium betitelt, ist das erste Buch des Neuen Testaments in der christlichen Bibel. Auch dieses Evangelium schildert, wie sich Jesus dem Volk hilfreich zugewandt habe, um bis zu seiner Himmelfahrt im Leben Gutes für die Menschen zu tun. Die berühmteste Rede im Evangelium nach Matthäus ist die Bergpredigt. Vor seiner Berufung zum Apostel des Jesus von Nazaret soll der christliche Schriftgelehrte Matthäus im richtigen Leben wohl Zöllner gewesen sein.


So könnten Maria und Josef in Bethlehem angekommen sein

Moderne Weihnachtsgeschichte für Familie und Kinder


Wie und wo die Geschichte begann:


Die Geschichte vom allerersten Weihnachten ist schon mehr als zweitausend Jahre alt. Sie ist also viel älter als Du, Deine Eltern und sogar Deine Großeltern. Die echte Weihnachtsgeschichte trug sich in einem fernen Land zu, wo Palmen wuchsen und eine lebendige Kultur gelebt wurde. Dort wohnten damals sehr viele Leute. Dieses Land hieß Judäa, heute heißt es Israel, und war eine Provinz von Rom.

Über dieses Land also herrschte der römische Kaiser Augustus und als sein Statthalter ein König namens Herodes. Als Augustus einmal wissen wollte, wie viele Menschen eigentlich in seiner Provinz tatsächlich lebten, ordnete er eine Volkszählung an. Jeder Einwohner sollte, um sich zählen zu lassen, in seine Geburtsstadt heimkehren.

Die Reise nach Bethlehem:


Das galt freilich auch für die Eltern von Jesus, die Maria und Josef hießen. Maria, die zu dem Zeitpunkt schon hochschwanger mit dem kleinen Jesus war, machte sich mit Josef also auf den Weg in ihre Geburtsstadt Bethlehem. Das war eine rechte Volkswanderung. Denn zu dieser Zeit gab es noch keine Autos, Eisenbahnen oder Flugzeuge.

Folglich mussten alle Menschen zu Fuß gehen oder auf Pferden und Eseln reiten. So hielten es auch Maria und Josef. Endlich in Bethlehem angekommen, waren beide schrecklich erschöpft. Besonders Maria war müde, denn ihr dicker Babybauch drückte sie gar sehr beim Laufen. Doch die Stadt war so überfüllt mit Menschen, dass die beiden nicht mal einen ordentlichen Platz in einer Herberge bekamen:

„Ach Josef, wenn wir doch nur endlich da wären in Bethlehem und wenn Du uns dort nur recht schnell einen guten Platz zum Ausruhen finden könntest. Ich bin so schrecklich müde, sagte Maria!“

Jesu Christi Geburt:


Dabei war die Nacht recht kalt und die beiden begannen schon zu frieren. Nachdem Josef an unendlich viele Türen geklopft hatte, um ein Lager für die Nacht zu bekommen, hatten sie endlich ein wenig Glück. Ein freundlicher Bauer bot ihnen immerhin einen Stall voller Heu zum Schlafen an. Das war zumindest ein Dach über dem Kopf.

Dort legten sich beide nieder zu den Tieren in das Stroh und wärmten sich. Josef schlief schnell ein. Doch Maria nicht und schon bald weckte sie auch den Josef wieder. Denn ihr Baby kam zur Welt. In dieser Heiligen Nacht also wurde Jesus Christus geboren. Seine erste Wiege war eine mit Stroh gepolsterte Krippe der Tiere.

Die erste Bescherung:


Ganz in der Nähe nächtigten ein paar Hirten mit ihrer Herde Schafe. Mitten in der Nacht erschien ihnen ein Engel. Er erzählte ihnen von dem Wunder, dass da gerade in einer Scheune in Bethlehem geschehen sei. Der Sohn Gottes sei dort zur Welt gekommen und sie sollten die frohe Kunde überall verbreiten. Gesagt, getan, die Hirten gingen zu dem Stall, begrüßen freudig den kleinen Jesus und verbreiteten überall die frohe Kunde von seiner Ankunft.

Ein wenig später kamen sogar noch drei Sterndeuter aus dem Osten hinzu, um das Neugeborene zu preisen und zu feiern. Das war ein heiteres Fest in dem kleinen Stall. Ein heller Stern hatte die drei Weisen zum Geburtsort Jesu Christi geführt. Und weil sie nicht nur weise waren, sondern auch noch reich, beschenkten sie den Knaben Jesus schön mit Geschenken aus Gold, Weihrauch und Myrrhe. So oder so ähnlich trug sich schließlich die erste Bescherung zu Weihnachten zu.

Historischer Fakt: Nicht immer war das Weihnachtsfest weiß und im Winter!

10 historische Fakten zur Geschichte von Weihnachten


Einige Fakten der Weihnachtsgeschichte stimmen tatsächlich mit den damaligen Begebenheiten überein. Andere Rituale und Bräuche sind erst mit der Zeit entstanden. Nicht jedes Detail der Weihnachtsgeschichte sollte man auf die Goldwaage legen. Streng genommen sind sogar die ältesten Weihnachtsgeschichten, zum Beispiel die von Lukas oder Matthäus, selbst schon moderne Weihnachtsgeschichten. Sie interpretieren mehr, als sie wissen können. Der Geist der Weihnacht, der hinter allem steckt, ist wichtig.

„Jesus wurde geboren und seine Botschaft verbreitete sich!“

Informationen im Faktencheck der Weihnachtsgeschichte (von A-Z):


  • Armut: Sowohl Maria als auch Josef waren wahrscheinlich gar nicht so arm, wie es uns die biblischen Geschichten weißmachen wollen. Zumindest Maria, aber eventuell auch Josef besaßen im Norden von Galiläa bzw. in Judäa, in der Nähe von Jerusalem, jeweils ein Haus und Felder dazu. Die Armut eignet sich wohl eher als gutes literarisches und identitätsstiftendes Mittel für die Erzählung.

  • Authentizität: Die Weihnachtsgeschichte ist frühestens erstmals rund 60 bis 90 Jahre nach Christus Geburt niedergeschrieben worden. Können der oder die Verfasser damit wirklich Zeitzeugen gewesen sein oder zumindest Augenzeugen interviewt haben? Hinter beiden Annahmen steht doch ein sehr großes Fragezeichen! Vermutlich handelte schon die erste Niederschrift der Weihnachtsgeschichte nur noch von einer literarischen Figur, die aus dem Hörensagen entstanden ist.

  • Geburtsjahr: Fand Jesus Geburt tatsächlich im Jahre Null statt? Selbst das ist heutzutage unklar. Womöglich waren es ein paar Jahre früher oder später. Denn das Jahr Null selbst wurde erst im Jahre 1202 nach Christus aufgrund mathematischer Berechnungen definiert. Verbürgt ist durch historische Quellen lediglich, dass Jesus in der Zeit unter der Herrschaft des römischen Kaisers Augustus geboren wurde. Der herrschte von 31 vor Christus bis 14 nach Christus als Alleinherrscher über das Römische Reich.

  • Heiliger Abend: Der Heilige Abend ist der Abend vor Jesus Geburt, also der Abend vor der Nacht, in der der Sohn Gottes das Licht der Welt erblickte. Viele Jahre und Jahrhunderte lang war es übrigens nicht der Heilige Abend oder einer der Weihnachtsfeiertage, an dem die Bescherung für die Kinder stattfand. Das übernahm bis zur Reformation durch Martin Luther viele Jahrhunderte lang der Nikolaus. Der Nikolaus stand lange Zeit für das eigentliche Geschenkfest vor Weihnachten. Die Kinder lieben ihn bis heute.

  • Herodes und Quirinius: Sowohl Herodes (aus dem Matthäus-Evangelium) als auch Quirinius (aus dem Lukas-Evangelium) taugen als zeitliche Nachweise zum Geburtsjahr von Jesus Christus ebenfalls eher weniger. Denn wie wir heute wissen, starb König Herodes bereits im Jahr 4 vor Christus und Quirinius wurde erst im Jahr 6 nach Christus Statthalter.

  • Jahreszeit: Heute feiern wir Weihnachten zwischen dem 24. und 26. Dezember, also im Winter, wenn die Tage kurz und schon empfindlich kühl sind. Das war nicht immer so. Bis zum Jahr 354 wurde Weihnachten gar nicht groß gefeiert und wenn, dann im Frühjahr. Das genaue Datum von Christi Geburt wurde also offensichtlich später nach vorne verlegt.

  • Jungfräulichkeit: Abgesehen davon, dass an die unbefleckte Empfängnis Marias damals schon die wenigsten glaubten, finden sich in den christlichen Evangelien sogar Textstellen, wonach Jesus mehrere Brüder und mindestens zwei Schwestern hatte. So viele Kinder und trotzdem noch Jungfrau? Allein vom Heiligen Geist schwanger geworden? Das erscheint doch mehr als fraglich.

  • Stall: Ob Jesus wirklich in einem einfachen Stall in einer Herberge geboren wurde, ist ebenso historisch nicht wirklich gesichert. Viel wahrscheinlicher wurde Jesus zuhause in einem einfachen Zimmer bei Verwandten von Maria oder Josef geboren, als sich beide gemeinsam zu der Zeit in Bethlehem aufhielten.

  • Volkszählung: Der Grund der Reise, der immer wieder in verschiedenen Versionen der Weihnachtsgeschichte erwähnt wird, war womöglich gar nicht der echte Grund. Viel wahrscheinlicher ist es aufgrund historischer Quellen, dass sich Maria und Josef seinerzeit nach Bethlehem begaben, um ihre Steuern zu entrichten. Das wäre der anzunehmende Normalfall gewesen.

  • Weihnachtsmann & Christkind: Dass weder der Weihnachtsmann noch das Christkind Resonanz in den biblischen Geschichten finden, hat einen Grund. Der beliebte Weihnachtsmann ist nämlich eine sehr moderne Erfindung zur Weihnachtszeit. Es gibt ihn erst seit dem 19. Jahrhundert. Das Christkind gibt es zwar schon ein paar Jahre bzw. Jahrhundert länger. Martin Luther erfand es mit der Reformation. Aber auch der hübsche geflügelte Engel ist quasi lediglich eine moderne Erfindung.


Unterm Strich fand Weihnachten im Original also vermutlich ganz anders statt, als es uns heute von Text zu Text erzählt wird. Das macht aber nichts. Denn der Kern der Geschichte zählt, nicht was vor langen Jahren genau passiert ist. Weihnachten ist, was es ist: Das Fest der Liebe! Vor allem diese Nachricht sollte in allen guten Adventsgeschichten und Weihnachtsgeschichten stecken.