Schokoindustrie verschuldet 3,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen

Berlin, 6. Dez 2011 - Über 315 Kilogramm Kohlendioxid-Emissionen verursacht allein schon der Schokoladen-Konsum der UN-Klimakonferenz-Teilnehmer in Durban. Deutschlandweit verschuldet die Schokoindustrie über 3,7 Millionen Tonnen des schädlichen Treibhausgases pro Jahr. Dies entspricht dem Kohlendioxid-Ausstoß eines 380 PS starken Porsche Cayenne, der 50-mal die Strecke zwischen Erde und Mars zurücklegt.

Vielen Verbrauchern ist beim süßen Konsum nicht bewusst, dass Schokolade auch ein Klimakiller ist. Der Verzehr von weißer Schokolade verursacht 410 Gramm Kohlendioxid-Emissionen je 100 Gramm-Tafel. Milchschokolade und dunkle Schokolade erzeugen nur unwesentlich geringere Emissionswerte von 360 Gramm bzw. 210 Gramm pro Tafel. Hochgerechnet auf den jährlichen Konsum von elf Kilogramm Schokolade, macht das eine Ausstoßmenge von 45 Kilogramm CO2-Emissionen pro Kopf.

Die großen Mengen an Kakao werden meist aus Westafrika oder Mittelamerika in gekühlten Containerschiffen transportiert. Auch die Weiterverarbeitung zu Schokolade in heimischen Produktionsanlagen, die Verpackung und der Transport zum Händler verursachen einen enormen Schadstoffausstoß. Generell gilt: Je weiter ein Produkt reisen muss, desto schlechter wird seine Ökobilanz. So verursacht „Flugobst“ wie 1 Kilogramm Kiwis aus Israel mehr als 3 Kilogramm Kohlendioxid-Emissionen. Für 1 Kilogramm Äpfel aus regionalem Anbau fallen hingegen weniger als 0,02 Kilogramm Kohlendioxid-Emissionen an, also 150-mal weniger. Generell verursacht die Ernährung eines Deutschen 1,84 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen. Auf alle Süßigkeiten entfallen dabei mehr als 55 Kilogramm davon.

chocri – CO2-neutrale Schokolade

Bereits seit der Gründung setzt chocri in verschiedenen Bereichen auf nachhaltiges Handeln und Wirtschaften. Erste Maßnahme der Gründer Michael Bruck und Franz Duge war der GoGreen-Versandservice der DHL für den CO2-neutralen Versand. In Verbindung mit der Nutzung von Ökostrom der LichtBlick AG spart das Unternehmen im Jahr 2011 knapp 80.000 Kilogramm Kohlendioxid-Emissionen ein.

Mit dem Engagement im Klimaschutzprojekt „CO2OL Tropical Mix Reforestation“ der ForestFinance Gruppe wird die Schokolade des Berliner Schokoladenherstellers chocri jetzt noch umweltfreundlicher. "Umweltschutz war und ist für uns ein persönliches Anliegen. Wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung", so Geschäftsführer Duge. Mit Hilfe des sogenannten „CO2OL-Prinzips“ ließ nun auch chocri die eigene Kohlendioxid-Emissions-Bilanz überprüfen. 162 Tonnen Treibhausgase, die jährlich in der Produktion des Start-Ups entstehen, werden fortan durch Aufforstungsprojekte in Panama kompensiert.

Über chocri

Seit dem Jahr 2008 gibt es das Berliner Unternehmen, welches dem Kunden ermöglicht Schokolade individuell zu kreieren. Im Jahr 2009 wurde chocri mit dem WiWo-Gründerpreis ausgezeichnet; 2010 entschloss sich Ritter Sport ein Drittel des Start-Ups zu erwerben. 2011 erweitert chocri das Sortiment um individuelle Pralinen.

Informationsquellen

  • Büsser, S.; Jungbluth, N. (2009): LCA of Chocolate Packed in Aluminium Foil Based Backaging. ESU-service Ltd. Uster, Schweiz.ESU-services Ltd.
  • Dangelmeyer, P.; Matovelle, A.; Fuhr, D.; Kilmer-Kirsch, K. P.; Simon, K- H- (2004): Gemeinschaftliche Lebens- und Wirtschaftsweisen und ihre Umweltrelevanz, Wissenschaftliches Zentrum für Umweltsystemforschung, Universität Kassel, PDF
  • Transport-Informations-Service: Ladungssicherung Kakao/Kakaobohnen, PDF
  • Umweltbundesamt (2007): Die CO2-Bilanz des Bürgers, PDF

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